Gran Canaria

6.-7.3.22 Frankfurt/Main – Gran Canaria

Dieses Mal führt unsere Reise also seit langem mal wieder auf die Kanarischen Inseln, genauer gesagt nach Gran Canaria, denn hier waren wir noch nicht. Um nicht mitten in der Nacht nach Frankfurt fahren zu müssen, verbringen wir eine Nacht in Frankfurt im Hotel. Das erweist sich als eine wirklich gute Entscheidung. 100Meter vom Hotel entfernt parken wir unser Auto am Straßenrand in einer Nebenstraße. und können es dort wohl auch recht sicher die nächsten 10 Tage stehen lassen. 800 Meter vom Hotel ist die S-Bahnstation Niederrad, von wo man in 7 Minuten am Flughafen ist. Im Gegensatz zu Berlin fährt in Frankfurt die S-Bahn auch nachts, was schon sehr hilfreich ist, wenn man um 4 Uhr zum Flieger muss. Wir könnten uns sogar noch direkt gegenüber vom Hotel testen lassen, hätten wir das nicht schon morgens in Bad Harzburg gemacht. Am Abflugstag klappt daher auch alles super. Pünktlich sind wir kurz nach 4 Uhr am Sicherheitscheck, wo aber bereits eine lange Schlange warted. Zum ersten Mal nehmen die Beamten dort Stefans Geldgürtel auseinander, also pulen alle sorgfälltig gefalteten Scheine heraus. Als der Kasten mit Gürtel und Geld wieder bei ihn ankommt, greift ein anderer Passagier nach dem Gürtel, sodass mein lieber Mann ihm ein „Finger weg!“ entgegenschleudert. Dann geht alles seinen gewohnten Weg und gegen 11 Uhr landen wir auf Gran Canaria,. Wir werden von der Autovermietung abgeholt, weil das Büro im Zentrum von Arinaga ist. Eine Viertelstunde später sind wir unterwegs mit unserem Mietwagen zum Apartment, das nur ca 1,5 km entfernt  in Cruce de Arinaga liegt. Es ist soweit ganz ok, nur die Küchenausstattung lässt etwas zu wünschen übrig. Kein Wasserkocher, die Kaffeemaschine stellt sich als Espressomaker für 2 Tässchen heraus, kein Backofen und Messer, wo Stefan als Koch die Krise bekommt. Wir werden klarkommen. Wir gehen einkaufen und drehen eine Runde zu Fuß in der näheren Umgebung, dann ist erstmal ausschlafen  angesagt. Ich bin total müde.

8.3.22 Arinaga – Guayadeque ravine (Schlucht von Guayadeque)

Als erstes erkunden wir die Promenade von Arinaga bis zum alten Dock und dem Leuchtturm von Arinaga. Wieder zurück am Auto entscheiden wir, am Nachmittag in den Barranco de Guayadeque zu fahren und etwas zu wandern. Nach einen kurzen Mittagsstopp in unserem Apartment machen wir uns auf den Weg in die Schlucht. Wir wandern ein paar Kilometer durch die hügelige und mit Kakteen und zahlreichen anderen Pflanzen bewachsene Landschaft. Bei klarblauem Himmel und ca. 13°  fahren wir danach noch bis zum Ende der ausgebauten Straße und genießen den traumhaften Blick auf die Bergwelt, die unglaublich schöne und vielseitige Vegetation und die Schlucht von der Terrasse des Restaurants Vega aus. Dabei laben wir uns an einem typischen Kuchen mit Limone. Auf der Rückfahrt, nachdem wir per Motorbremse das steilste Stück der Straße hinter uns haben, fängt unser Mietwagen an zu stottern und gibt die Fehlermeldung aus, dass wir einen Motorschaden hätten. Wir rufen bei der Verleihfirma an und man sagt uns, wir sollten zum Office kommen, wenn das Auto noch fahrbereit wäre. Nach erneutem Start fährt es, zeigt aber weiterhin die Fehlermeldung. Zum Glück schaffen wir es heile bis zur Autovermietung und bekommen anstandslos ein Ersatzfahrzeug, das sogar eine Klasse größer und besser ist. Wir fahren jetzt mit einem Citroen C4 statt C3. Hoffen wir mal, dass wir hiermit nun alle Bergstraßen bewältigen können. Eigentlich wollte ich ja, dass wir es heute langsam angehen lassen, am Abend habe ich aber doch über 19000 Schritte auf meinem Tracker und es war ein toller Tag!

9.3.22 Markt „Mercadillo Recinto Ferial“/ Vecindario- Mirador Astronómico de la Degollada de las Yeguas – Roque Nublo – Mirador del Pico de los Pozos de las Nieves

Den Tag starten wir mit einem Besuch auf dem Markt „Mercadillo Recinto Ferial“ in Vecindario. Es handelt sich um eine Mischung aus Bauernmarkt und Ramschtischen mit Fake-Markenklamotten, wie man sie auch in der Türkei findet. Das ist nicht so unser Fall, deshalb begeben wir uns gleich zu unserem nächsten Ziel, dem Mirador Astronómico de la Degollada de las Yeguas. Von Maspalomas führt die kurvige Straße ins Gebirge im Inselinneren. Im weitläufigen Naturpark kommen wir zunächst zu diesem astronomischen Aussichtspunkt. Nachts soll man hier sehr gut Sterne beobachten können, da die Lichtverschmutzung sehr gering ist. Wir sind nun aber bei Tage dort und können die beeindruckende Landschaft bewundern. Von dort führt die Straße durch winzige Orte, an Aussichtspunkten vorbei zu einem vielbesuchten Parkplatz auf 1620m Höhe. Von hier aus kann man zum Roque Nublo, einem beeindruckenden Monolith auf 1800m hochwandern, bzw zum Schluss auch etwas kraxeln. Er gehört zu den höchsten Erhebungen der Insel und ist die Mühe definitiv Wert. Wir haben einen traumhaften Blick auf bizarre Vulkanfelsen, bewaldete Stellen und in der Ferne auf den Teide auf Teneriffa. Der blaue Himmel wird immer wieder unterbrochen von lockeren Wolkenformationen, die an uns und zwischen den Felsen vorbeiziehen. Es sind zwar etliche Touristen außer uns dort, aber es ist dennoch wunderschön. Wieder beim Auto angekommen, fahren wir weiter zum  „Mirador del Pico de los Pozos de las Nieves“ , was soviel heißt wie „Aussichtspunkt der Spitze des Brunnens des Schnees“. Der Pico de las Nieves ist 1949 m hoch und die höchste Erhebung Gran Canarias. Im Winter liegt er manchmal im Schnee, deshalb las Nieves, heute guckt er gespenstisch hinter Nebel hervor. Auch dieser Fels und der Ausblick rundherum ist sehr beeindruckend. Von hier aus führt die Straße in sehr engen Serpentinen wieder ins Tal zum Städtchen Agüimes. Es hat eine sehr schöne restaurierte Altstadt mit engen Gassen, pastellfarbenen Häusern, die häufig mit Steinen, Gedichten oder Liedertafeln verziert sind. Der Altstadtkern hat baumbewachsene Plätze, die zum Verweilen einladen und ist autofrei. Nach diesem erlebnisreichen Tag begeben wir uns wieder zurück in unser Apartment.

10.3.22 Pico de Bandama – Tenor – Salinas del Bufadero – Cenobio de Valerón – Museo y Parque Arqueológico Cueva Pintada

Während in der Mitte Europas ein unerbittlichen Krieg tobt, erleben wir hier traumhaft schöne Natur und gemütliche Altstädte. Das ist alles irgendwie so absurd. Wieso gehen Menschen auf einander los, statt zu versuchen, die Probleme zu lösen, die diese wunderbare Welt bedrohen? Trotz schönster Natur und super Wetter steigt auch hier bei uns immer wieder die Angst in uns hoch, dass dieser Krieg zum Flächenbrand werden könnte.
Wir beginnen unseren Tag heute mit einem Besuch am größten Krater der Insel. In diesen uralten und bewachsenen Krater, in dessen Wänden Menschen vor Jahrtausenden in Höhlen gewohnt haben, kann man vom Aussichtpunkt „Pico de Bandama“ hervorragend von oben hineingucken. Der Name Bandama ist auf den Flamen Van Damme zurückzuführen, der im 16. Jahrhundert in der Caldera als erster Wein anbaute. Vom Aussichtpunkt schweift der Blick bis zum Atlantik und Las Palmas. Nach dem Naturerlebnis besuchen wir das Städtchen Tenor, das mit sehr hübschen Häusern mit geschnitzten Balkonen punkten kann. Als wir an einer Churreria vorbeikamen, können wir den leckeren Churros mit dickflüssiger Schokolade nicht widerstehen.
Gestärkt besuchen wir die „Salinas del Bufadero„. Direkt von der Autobahn führt eine kleine Abfahrt auf einen Schotterplatz, auf dem man parken kann. Unterhalb liegen alte Salinen aus den 17.Jahrhundert. Man kann hinuntergehen, mir ist der Weg aber zu steil und schotterig. Stefan läuft hinunter, um das tosende Meer von der Nähe zu filmen. Von hier aus geht die Fahrt weiter nach „Cenobio de Valerón„, einer archäologische Stätte, wo Menschen Höhlen in die Felsen geschlagen und diese bis zum 15. Jahrhundert als einen gemeinschaftlichen Kornspeicher genutzt haben.
Eine weitere archäologische Stätte finden wir nur ein paar Kilometer entfernt in Galdar, das Museum „Museo y Parque Arqueológico Cueva Pintada„. Wieder geht es um Höhlen der Ureinwohner, dieses Mal um Wohnhöhlen. Das Örtchen Galdar hat aber auch darüber hinaus eine sehr hübsche Altstadt. Voll mit kulturellen und Natureindrücken kehren wir gegen 19Uhr in unser Apartment zurück, wo kurz drauf bei Arte eine Doku über die Kanaren gezeigt wird. Wie passend!

11.3.22 Dünen von Maspalomas – Puerto Morgan

Während sich bisher der Tourismus im Rahmen hielt, fahren bzw laufen wir heute voll hinein. Unser Ziel sind die Dünen von Maspalomas, also eines der Highlights der Insel und das Naturschutzgebiet ist umgeben von Hotels und Apartmentanlagen. Man geht regelrecht durch einen Durchgang des Riu Hotels, um zur Aussichtplattform zu gelangen, von der es dann drei mit Pfosten markierte Wanderwege durch die Sanddünen gibt. Natürlich halten sich nicht alle daran, die restliche Dünenlandschaft nicht zu betreten und klettern für ihre Selfies auf die höchsten Erhebungen. Wir wählen einen der drei Wege zu einem sogenannten Park. Drei Kilometer geht es durch den Sand und wir kommen zu einem weiteren Gebiet von Tourismusanlagen. Mir reicht die Anstrengung in der Sonne durch den Sand zu laufen auf dem Hinweg schon voll und ganz. Nicht, dass die Landschaft nicht schön wäre, aber für meine Kniee ist der Untergrund der Tod. Wir entscheiden uns, dass ich mir ein Plätzchen im Schatten suche und Stefan allein zurück geht und mich mit dem Auto abholt. In der Wartezeit suche ich das nächste Ziel aus, Puerto Morgan. Laut Reiseführer ein nettes kleines Fischerdorf, das schön für Touristen restauriert wurde. Das Dörfchen mit weißen Häuschen und bunten Fensterumrandungen vor einer Bergkulisse und mit Hafen und Strand ist wirklich sehr schön. Was wir nicht wussten ist, dass ausgerechnet heute Markttag ist. Vielleicht wären wir, hätten wir es gewusst, ja sogar erst recht deshalb hingefahren, so werden wir allerdings voll vom Tourismustrubel erwischt. Der Markt, alles Billigklamotten, wird gerade abgebaut. Das Angebot verlockt uns aber sowieso nicht. Die Verkäufer sind zumeist afrikanischer Herkunft, was es evtl etwas interessanter gemacht hätte, da auch Braiding, also das Flechten von ganz eng anliegenden Zöpfen angeboten wurde. Das hätte ich mir gerne mal angesehen. In den Gassen finden wir ein Restaurant an dem anderen und sie sind voller, meist deutschsprachiger, Touristen. Ich dachte immer, Mallorca wäre in deutscher Hand, einige Orte Gran Canarias sind es definitiv auch. Wir finden ein Hinweisschild zu einem Mirador. Dorthin sind 250 Stufen zu steigen, dafür treffen wir oben dann auch nur noch drei andere Leute. Der Blick über das Dorf, die Küste und zu den Bergen lohnt den Aufstieg allemal. Nach Eis und Kuchen auf einer Parkbank beenden wir unseren Ausflug und fahren heim.

12.3.22 Tajeda – Artenaja – Gebirgsrundfahrt

Unser Tag besteht aus einer Rundfahrt durchs Gebirge. Wir besuchen die netten Bergdörfer Tajeda und Artenara, lassen die Blicke von diversen Aussichtspunkten über eine faszinierende Natur aus vulkanischen Felsen, bizarren Formationen, Wäldern einer besonderen kanarischen Kiefernart, sowie Kakteen, Blumen und Aloe Vera rund um das Gebiet des Roque Nublo wandern, den wir ja bereits am Mittwoch bestiegen haben. Wir besuchen historische Wohnhöhlen und bestaunen die moderne Form der Häuser, die zum Teil oder auch ganz in die Vulkanfelsen hineingebaut sind und zu den historischen in Größe und Komfort erheblich hinzugewonnen haben. Als i-Tüpfelchen schlemmen wir in einer für ihre aus Mandeln hergestellten Gebäckstücke bekannten Dulceria zwei super leckere Teilchen mit Kaffee. Heute ist es teilweise richtig heiß in der Sonne, sodass wir das mit Schokolade überzogene gar nicht schnell genug essen können, bevor es in unserem Händen schmilzt. Es ist strahlend blauer Himmel und wir genießen wiederum einen sehr schönen Tag.

13.3.22 Las Palmas – Flohmarkt El Rasto – Stadtviertel Vegueta – Cueva de la reina Mora

Heute Morgen tröpfelt es zum ersten Mal seit wir hier sind etwas, aber als wir in Las Palmas ankommen, scheint schon wieder die
Sonne. Wir haben Glück und finden auf Anhieb einen Platz auf einem
Parkplatz Nähe der Mole, den ich zuvor bei Park4Night herausgesucht
habe. Wir haben uns für heute den Flohmarkt El Rasto in der Hauptstadt
der Insel vorgenommen, der jeden Sonntag dort stattfindet. Leider
finden wir auch hier fast nur Klamottenstände vor und fast keine alten
Sachen. Wir verlassen ihn deshalb schnell wieder. Als wir zum
Parkplatz zurückkommen, wartet bereits eine lange Schlange vor der
Schranke. Wir zahlen 70cent und stellen bei der Ausfahrt fest, dass wir
uns das hätten sparen können, da die Schranke ohne Ticket von selbst öffnet. Unser nächstes Ziel ist die Altstadt von Las Palmas. Sie gefällt uns sehr gut. Hier stehen wunderschöne, pastellfarbene Häuser
mit Stuckverziehrungen und viele auch mit hübschen Balkonen. In einem
Souvenirladen kaufen wir interessante Marmelade, einmal Kaffee
mit Limone, einmal Kaffee mit Banane. Das hört sich etwas schräg an, wir
werden es morgen nach dem Frühstück wissen, ob das schmeckt.

Nachder Altstadt begeben wir uns ins Stadtviertel Vegueta, was ebenfalls
schöne Häuser und mit Palmen bestandene Plätze aufweist. Um wieder zu unserem
Auto zurück zu kommen, führt uns Komoot über einen sehr interessanten
Weg durch einen kleinen Tunnel, den ich von weitem für eine
Abwasserleitung gehalten hätte. Überall sind Graffiti, auch auf einer
Skateranlage, bei der der Tunneldurchgang endet. Bei Nacht möchte ich diesen Weg nicht gehen, aber am Tage war er ganz interessant.

Auf dem Weg zurück zu unserem Apartment halten wir noch einmal an der Küste an, wo eine
Höhle, die Cueva de la reina Mora, sein soll. Diese stellt sich aber lediglich als ein Loch im
Vulkangestein der Steilküste heraus. Es war dennoch ganz schön dort amWasser.

14.3.22 Ruhetag – Faulenzen

Ich habe heute einen faulen Tag eingelegt und Stefan sich wandermäßig mal wieder richtige austoben lassen. Er machte die 17 km lange Ayagaures-Stausee – Presa de la Angostura Runde von Cercados de Espino, die bei Komoot zu finden ist.

15.3.22 Piscinas Naturales El Agujero – Leuchtturm Punta Sardina – Agaete – Puerto del las Nieves

Heute umrunden wir einmal die Insel. Unser erster Stopp sind die Piscinas Naturales El Agujero. An der Küste findet man durch Holzpfeiler abgesteckte Naturschwimmbecken. Heute ist jedoch eine derart starke Brandung, dass nicht nur die Becken überspült sind, sondern auch der Zugang und der Bürgersteig oberhalb immer wieder eine Wasserladung abbekommt. Die Wucht der Wellen ist ziemlich beeindruckend. Wir versuchen danach immer so nah es geht an der Küste entlang zu fahren und kommen zum Leuchtturm Punta Sardina an der nord-westlichen Spitze der Insel. Auch hier bieten die Wellen eine
beeindruckende Show. Von hier geht es weiter nach Agaete. Wir starten eine Wanderung nach Komoot und geraten zum ersten Mal in einen Regenschauer seit wir hier sind. Uns bietet sich aber gleich ein Unterstand und nach ein paar Minuten ist der Regen schon wieder vorbei. Wir genießen schöne Ausblicke von einer Anhöhe, besuchen danach den kleinen Hafen Puerto de las Nieves, von wo aus Fähren nach Teneriffa fahren, bewundern die schönen weißen Häuser mit ihren blau abgesetzten Fenstern und genießen je einen super leckeren Eiskaffee für 1,50€ im Ort. Über eine faszinierende Bergstraße fahren wir in westlicher Richtung um die Insel wieder zurück zu unserer Unterkunft. Unterwegs kommen wir immer wieder zu Aussichtspunkten mit phänomenalen Ausblicken bei warmer Nachmittagssonne auf eine traumhafte Inselwelt.

16.3.22 Reserva Natural Especial de los Tilos – Stadt Moya

Wir unternehmen heute einen Ausflug zum Lorbeerwald, dem Reserva Natural
Especial de los Tilos
. Auf den gerade mal 2 Kilometern
Wanderweg bietet sich eine unglaublich vielfältige Vegetation, sodass
dieser kurze Weg für uns zu einem der Höhepunkte unserer Gran Canaria
Reise zählt. Durch den Regen zuvor  kommen die Farben
besonders leuchtend heraus. Es ist wie durch einen Märchenwald zu
laufen. Auf dem Weg dorthin kommen wir wieder in den höchstgelegenen
Teil der Insel und dort hat der Sturm Celia gestern für Schnee gesorgt!
Reste können wir noch heute sehen. Nach dem Lorbeerwald besuchen wir
die kleine Stadt Moya, die bekannt ist für ihre Bisquits. Wir naschen dort
natürlich auch gleich etwas. Da das Wetter nicht ganz so sicher erscheint,
machen wir uns danach auf den Heimweg. Auf den engen, kurvigen
und steilen Bergstraßen kann man meistens höchstens 40km/h fahren,
daher dauern Touren ins Landesinnere immer recht lang.

17.3.22. Cruz Grande – Ventana del Nubre (Wanderung)

Nachdem wir auf dem Weg zum Parque
Natural de Pilancones von Google auf eine Schotterstraße geschickt
werden, bzw eine normale Straße plötzlich nicht mehr geteert ist und wir keine Pisten fahren dürfen mit dem Mietwagen,
entscheiden wir uns um und machen uns auf den Weg zum Cruz Grande. Dort
soll es verschiedene Wanderwege geben. Ich hoffe, dass da auch für
mich etwas passendes dabei sein wird. Nach ein paar Schwierigkeiten,
einen Parkplatz zu finden, bietet sich uns doch noch ein Fleckchen am
Straßenrand. Wir wählen den Weg zum „Ventana del Nubre„, weil 4km der
kürzeste Weg einfache Strecke ist. Nun ja, kurz heißt weder leicht noch einfach. Es geht
besonders am Anfang steil bergauf und das in der Sonne, sodass wir auf
den 3,7km bis zum Ziel 440 Höhenmeter hinter uns bringen. Der Weg ist
allerdings die meiste Zeit mit Bruchsteinen hervorragend gepflastert,
sodass man sich fragen kann, wer und wie diese Wahnsinnsleistung
verbracht wurde in der Höhe von bis zu über 1700m. Mit guten
Wanderschuhen ist der Weg wirklich gut zu laufen. Die sich bietenden Aussichten sind
wunderschön. Wir haben wieder blauen Himmel und können weit in die
zerklüftete Bergwelt mit ihren bizarren Felsspitzen gucken. Die
Vegetation ist auch hier wieder abwechslungsreich. Besonders angenehm
ist ein Wegstück durch lichten Kiefernwald in ca 1500m Höhe. Das Ziel
ist ein offener Felsbogen, der wie ein Fenster den Blick auf den El
Nublo freigibt. Der Abstieg ist eine Herausforderung an die Kniee und ich bin
froh, meine Stöcke mitgenommen zu haben. Ich muss sagen, sowohl meine halbhohen
Lowa Schuhe, als auch die faltbaren Stöcke haben mich beide auf dieser
Reise begeistert. Die Stöcke habe ich sogar in das Mini-Handgepäck, mit
dem wir bei Ryanair immer reisen, bekommen. Ein paar Ersatzschuhe
ebenfalls! Wenn wir nicht allmählich Packweltmeister sind, weiß ich
nicht, was wir noch besser machen können.

18.3.22 Rückflug nach Frankfurt

Wir sitzen am Flughafen und warten auf unseren Flug. Bisher hat alles gut geklappt. Wir haben die
Wohnung anständig verlassen, Auto ebenso ordentlich abgegeben (nicht wieder
verdreckt wie in Bulgarien ) und der Transfer hierher durch die Autofirma war auch ok.
Ein paar Stunden später landen wir in Frankfurt und werden zum Glück nicht
wegen Streik woanders hin geflogen. Auch unser Auto steht noch dort wohlbehalten, wo wir es geparkt haben und nach ein paar weiteren Stunden Fahrt sind wir wieder zuhause. Es war wieder mal eine sehr schöne Reise, die sich besonders in Hinblick auf die Natur sehr gelohnt hat.

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