Abschied von Vietnam und Rückreise

Flug Hanoi nach Ho Chi Minh

Unsere letzte Reise innerhalb Vietnams unternahmen wir mit dem Flugzeug. Unser ehemaliger Plan, die Strecke zurück in den Süden mit dem Zug zu machen, verwarfen wir nach unserer ersten Zugfahrt. Nicht nur, dass uns das Zugfahren nicht so überzeugt hat, es dauerte uns einfach zu lange. Wir wollten die Zeit lieber nutzen, um in Sapa und Hanoi mehr Zeit verbringen zu können, als endlose Zeit durch das Land zu zuckeln. Wir bestellten uns am 12.3. morgens ein Uber und fuhren zum Flughafen. Von dort ging es mit leichter Verspätung Richtung Ho Chi Minh.

Rückkehr ins Großstadtchaos

Auch dieses Mal hatten wir unsere Unterkunft über Air B&B gebucht und wieder stimmte die Adresse nicht genau. Wir hatten jedoch das Glück, dass der Bewohner des Hauses uns zur richtigen Stelle brachte. Wir hatten neben dem Chaos mit den Adressangaben auch das Problem, dass in den engen Hinterhofgassen die Navigation unseres Handys nicht richtig funktionierte.

Das Zimmer hat uns sehr enttäuscht. Das Bett war offensichtlich nicht frisch bezogen, aus dem Waschbecken guckte mich eine Kakerlake an, es gab weder Seife noch Toilettenpapier. Nach einigem hin- und herschreiben bot uns unsere Vermieterin an, einen Teil der Miete an uns zurückzuzahlen. Wir schliefen in unseren Schlafsäcken und für eine Nacht musste das gehen. Als wir dann versuchten noch etwas zu Abend zu essen, mussten wir feststellen, dass auch das nicht klappte. Es waren keine Restaurants in der Nähe, nur Geschäfte. Relativ gefrustet gingen wir den letzten Abend ins Bett.

Rückreise über Guangzhou/China – London – Amsterdam

Gegen Mittag ließen wir uns per Uber zum Flughafen bringen. Der Flug nach Guangzhou im Osten Chinas war nur ein kurzer Hüpfer von gut 3 Stunden. Dann standen uns aber 13 Stunden Transitzeit bevor, daher hatten wir vorsichtshalber eine Air B&B- Unterkunft in der Nähe des Flughafens gebucht. Wir wollten mit dem 24Std. Transitvisa den Flughafen verlassen. Unser Reisebüro hatte uns auf Nachfrage gesagt, dass wir in Guangzhou nicht wie in Peking mit einer kostenlosen Hotelunterbringung rechnen könnten. Als wir ankamen, sah das aber wieder ganz anders aus. Natürlich könnten wir in einem Hotel untergebracht werden. Wir hatten sogar die Auswahl zwischen 9 verschiedenen! Wir sagten unserer Unterkunft ab, durchliefen die Immigrationsbürokratie und wurden in das gewählte Hotel gefahren. Wir hatten das gewählt, was am schnellsten angefahren wurde, damit wir Zeit zur Übernachtung hatten. Es entpuppte sich als mindestens 30Minuten Fahrt dorthin. Es war ein riesiger Kasten inmitten bunt beleuchteter anderer Häuser, die alle nur chinesische Schriftzeichen aufwiesen. Wir hofften, dass sich darunter auch Restaurants befänden, denn wir hatten noch Hunger. Leider erwiesen sich alle Gebäude als Autohäuser und das einzige Restaurant in der Nähe machte gerade zu. Es war inzwischen 21:50Uhr. Wir deckten uns im kleinen Kiosk in unserem Hotel mit Keksen und Chips ein und gingen dann ins Bett. Morgens um 6Uhr mussten wir wieder an der Rezeption zum Transfer zu Flughafen erscheinen. Der Rückflug über London nach Amsterdam war lang, aber ohne Probleme. Wir fanden in Amsterdam auch gleich den Bus, der uns in den Vorort zu unserem Auto brachte. Dann hatten wir noch etwa 30 Minuten Fahrtweg zu unserer Air B&B Unterkunft. Die Vermieter guckten erst ganz groß als wir ankamen. Die Mutter lag gerade im Sterben und man hatte uns total vergessen. Schnell bereitete man uns noch unser Zimmer vor und wir konnten endlich totmüde mit Jetlag ins Bett fallen. Wir waren gegen die Uhrzeit geflogen und unser Tag hatte 6 Stunden länger gehabt als normal, d.h. unsere Körper fühlten sich wie mitten in der Nacht, obwohl es erst gegen 20Uhr war. Am kommenden Tag fuhren wir dann gemächlich nach Hause.