Packliste – das haben wir mitgenommen

Da in Kuba Mangelwirtschaft herrscht, sollte gut überlegt werden, was man mitnimmt. Konsumgüter sind teurer als bei uns und schwierig zu bekommen oder gar nicht erhältlich. Vereinzelte Luxusgeschäfte, die wir aus unseren Fußgängerzonen kennen, haben wir auch in Havanna gesehen.  So kann man in Havanna auch eine Gucci Tasche erwerben oder sich einen Parker Füller kaufen für gleiche Preise wie bei uns. Wer es braucht! Sonnencreme oder Antimückenmittel zum Beispiel, haben wir aber nirgends in Kuba gesehen.

Wir versuchen minimalistisch zu reisen, deswegen ist unsere Packliste auch recht kurz.

Ich, mit rekordverdächtigem 7,9 kg Hauptrucksack und ca. 2 kg Handgepäck. Handgepäck besteht aus 1,8 kg Fotoausrüstung. Eine alte Olympus Spiegelreflexkamera und einem Zoom Objektiv 50 – 200 Millimeter bzw. Kleinbild ambivalent 100 – 400 mm mit einer guten Lichtstärke von 2,8 – 5,6. Eine kleine Kompaktkamera von Sony mit einer fantastischen Lichtstärke von 1,8 – 2,8, dafür aber nur einen Zoombereich von 35 – 70 mm. So ist ein großer Bereich von leichtem Weitwinkel bis mittlerem Zoom gut abgedeckt. Der Rest sind ein E-Reader und Billigsmartphone.

Im Rucksack ist noch eine Garnitur stichfester Kleidung, damit die kleinen Plagegeister nicht zu sehr nerven. Auf Kuba gibt es keine Malaria aber Denguefieber. Alle Kleidung sollte schnelltrocknend sein, also synthetische Stoffe. Die haben den Nachteil, das sie schnell anfangen zu riechen. Spätestens alle zwei Tage haben wir unsere Kleidung im Waschbecken per Handwäsche gewaschen.

2 * Poloshirt mit langen Ärmeln. Die Ärmel lassen sich leicht hochziehen und werden so zum T-Shirt

Eine Hose mit langen Beinen und eine mit abnehmbaren Beinen. Kubaner tragen nicht so häufig kurze Hosen. In einigen, auch in sehr günstigen Restaurants wie auch bei Ämtern und Banken wird eine lange Hosen verlangt.

Einen Schlafsack aus Seide, wenn an den hygienischen Zuständen des Bettes Zweifel aufkommen sollten. Nur einmal benutzt, dort aber nicht aus hygienischen Gründen, sondern weil uns keine Laken als Zudecke zur Verfügung gestellt wurden.

Sportausrüstungen

Schnorchelausrüstung inklusive Schnorchel, Schwimmbrille, Flossen und einem Paar Strandschuhe (Flip Flops), die auch als Ersatzschuhe und als Hausschuhe in den Unterkünften dienen. Eine leichte Badehose,  superleichtes Badetuch, kann auch in den Unterkünften als Deckenersatz dienen. Die Schnorchelausrüstung hat sich nicht gelohnt mitzunehmen. Ich habe keine Spots gefunden, die direkt vom Strand aus zugänglich waren, die sich lohnten.

Zwei  Garnituren Laufkleidung, ich bin leidenschaftlicher Läufer. Die Laufschuhe sind auch meine Alltagsschuhe. Ich laufe jeden Morgen mindestens 10 km, das schafft eine Vielzahl von Mehreindrücken von einem Land. Ich lauf immer morgens in der Dämmerung los.

Eine Fleecehemd, denn es kann abends von November bis Februar auch mal unter 20 Grad werden.

Ein Wasserfilter mit Wasserbeutel. Haben wir nicht benötigt. Würde ich aber trotzdem mitnehmen. Es ist beruhigend, dass man notfalls Wasser filtern kann und der Filter wiegt nur 20 Gramm. Wir haben immer Mineralwasser in 1,5 bzw 5 Liter Flaschen gekauft, die aber wesentlich teurer sind als in Deutschland. Die Preise variierten zwischen 0,45 Euro und 2,50 Euro.

Geldgürtel – kam zwar nicht in den Rucksack, sondern wurde getragen, sehr wichtig für größere Mengen Geld als Zweitaufbewahrungsstelle.

Sitzkissen – praktisch nach Regengüssen auf Parkbänken, wenn man online gehen will.

Leichter Tagesrucksack

Minirucksack/ Tragetasche –  auf Märkten oder auch in Geschäften gibt es häufig keine Tüten.

Im Kulturbeutel:

Rasierer  elektrisch

Haarwaschmittel in Form eines Seifenstücks. Sehr praktisch, es ist ergiebig und kann nicht auslaufen.

Sonnencreme, unabdingbar für alle helleren Hauttypen. Hier hat sich bei uns kurz vor Ende der Deckel gelöst. Ich würde sie beim nächsten Mal in ein festeres verschraubbares Transportmittel umfüllen. Dann auch in kleinere Einheiten, das bring den Vorteil das der Tagesrucksack leichter ist.

Antimückenmittel mit Deet, alles andere hilft nicht in den Tropen. Das Mückenaufkommen ist aber nicht so hoch wie in manch anderen Gegenden der Welt. Wir haben uns nur bei Bedarf damit eingerieben.

Superleichtes Handtuch, in der Regel erhält man Handtücher

Sonnencap und Sonnenbrille

Haarbürste

Reisezahnbürste/ Zahnpasta

Dünnes Seil zum Aufhängen von Wäsche.

Wäscheklammern Sinnvoll zum trocknen von Wäsche, sie trocknet schneller und hält auch bei Wind.

Regenjacke Haben wir nicht benötigt. Bei der Vorstellung bei feuchtheißem Klima um 30 Grad bei Regen eine Regenjacke anzuziehen,  wird einem ziemlich schnell klar, dass man jede noch so atmungsaktive Jacke sofort von innen nassschwitzt. Ich würde in der Zukunft nur einen leichten Regenschirm mitnehmen. Kubaner benutzen Regenschirme auch gegen Sonne. Regengüsse sind meist kurz und heftig, oft auch sehr überraschend, insbesondere bei Dunkelheit. Sich irgendwo unterzustellen ist meist der beste Weg.

Moskitonetz einmal aufgehängt – es ist einfach schön, wenn man ohne mit Antimückenmittel eingesprüht zu sein, schlafen kann.

Ohrstöpsel – Die Klimaanlagen können sehr laut sein und nachts immer wieder an- und ausgehen. Kubaner sind auch sehr laut und trafen nicht immer meinen Musikgeschmack, wenn ich müde war.

Was ist zuhause geblieben: Zelt durfte nicht mit, da es auf Kuba unüblich ist zu zelten. Es gibt zwar Campismos, dort werden aber in der Regel sehr einfache Hütten vermietet und sie sind nicht mit dem Überlandbus von Viazul zu erreichen. Dafür müsste man dann ein eigenes Auto haben.

Kocher und Topf durften auch nicht dabei sein, da wir ja nicht zelten wollten. Wenn man in der Casa die Möglichkeit zum Kochen hat, dann ist auch ein Topf vorhanden.

 

Meine Frau reiste mit 6,5 Kilo Hauptrucksack und 1,8 Kilo Handgepäck.

Hauptgepäck: Sie hatte zwei lange Hosen, davon eine mückensichere, eine Gymnastikhose für kühlere Nächte oder wenn die Aircondition genau aufs Bett zielte, zwei mückenabweisende Langarmblusen und ein dünnes T-shirt mit kurzen Ärmeln, sowie ein langärmeliges, sehr dünnes Klima-Sportunterhemd, das sie sowohl als T-shirt als auch für die Nacht anziehen konnte. Unterwäsche und Socken für eine Woche, Badeanzug, zwei superleichte, kleine Handtücher, zwei Halstücher (schützen gegen Windzug von Klimaanlagen, gegen Sonne im Nacken, oder wenn das Sonnencap bei Wind wegfliegt, sind notfalls als Handtuch verwendbar und man kann sie super auf Kopfkissen legen, wenn man der Hygiene nicht traut), ein Paar Badeschuhe, Sonnencap, Sitzkissen. Im Kulturbeutel Minizahncreme, Reisezahnbürste, Kamm, Minidose Hautcreme, Ohrstöpsel. Weiterhin waren bei ihr ein Reiseführer, alle Papiere als Kopien und ein kleines Erste Hilfepack mit Verband, Pflaster, antibiotischer Salbe, Immodium, Minidose Zinksalbe, Medikamente zum Nachfüllen und Ersatzmedikamente für zwei weitere Wochen (für Notfälle, die zu einem längeren Aufenthalt zwingen), mehrere Plastikbeutel verschiedener Größen mit Zippverschluss, die man immer wieder für unterschiedlichste Dinge braucht. 1 kleiner Faltrucksack als Tagesrucksack, Sonnenbrille, Seidenschlafsack.

Handgepäck: Fotobauchtasche mit Sicherheitsverschlüssen aus unzerschneidbarem Material (findet sie praktisch, weil sie sie immer im Blick hat und die Hände frei hat zum Fotografieren). In der Tasche eine Sony Digitalcamera, Brille, Medikamentenspender für 4 Wochen, Brieftasche mit Pässen, Impfpässen, Kreditkarten, Originalbescheinigung der Auslandskrankenversicherung, Portemonnaie, Karabiner für z.B. Schlüssel, E-Reader, Smartphone.

Am Körper: lange Hose, Klima-Sportunterwäsche mit langen Ärmeln, ein mückensicheres Sweatshirt darüber und eine Fleecejacke mit Kaputze, ein Paar Wanderhalbschuhe.

Die Blusen hätten zuhause bleiben können, da das Sweatshirt, das T-shirt und die Langarmunterhemden (eines in blau, was gut auch als Langarmshirt durchging) lockerer und bequemer bei der Hitze waren.

Gefehlt hat ihr manchmal eine zusätzliche Decke zu den Bettlaken zum Zudecken. Man brauchte nachts immer eine Aircondition, da es sonst sofort stickig in den Zimmern wurde. Die verursachten natürlich auch immer Zugwind und waren in der Regel immer direkt über dem Bett angebracht. Nur mit einem Laken wurde es ihr da häufig zu ungemütlich. Wenn es Decken im Schrank der Casa gab, war man sich nicht sicher, wann die das letzte Mal gewaschen wurden. Alles andere war stets sehr sauber, aber bei den Decken waren wir uns nicht so sicher.

Man sollte auf jeden Fall von allen wichtigen Dokumenten ein Foto machen und dieses sich auch noch einmal per Email selbst zusenden. So hat man im Notfall immer noch einmal ein Doppel auf dem Handy oder selbst wenn dieses verloren geht, kann man die Email woanders wieder aufrufen. Wir sind so auch mit den Visitenkarten unserer Casas verfahren, denn sowohl Sicherheitskräfte, als auch Banken und ggf. auch Taxifahrer fragen nach der Unterkunft!