Kuba Tagebuch 9.11.2017 Las Terazas

Der 9.11. Beginnt mit einem enttäuschenden Frühstück und das, nachdem ich in der Nacht mit meinem Seidenschlafsack gekämpft und ihn mit meiner Jacke kombiniert habe, um an den Nieren nicht zu frieren. Das Fenster aufzulassen geht nicht über Nacht, weil es zuviele Mücken gibt und ohne Aircondition ist die Luft zum Ersticken. Mit ist es jedoch so laut und kalt, dass eine Erkältung unausweichlich scheint. Es wird also mehrmals gewechselt.
Das Frühstück besteht aus vorgesüßtem Kaffee, einem Rührei, Brot und etwas Margarine. Dazu einen Fruchtsaft, der aber sicher aus 90% Zuckerwasser besteht und wir vermuten, dass es Leitungswasser ist. Wir trinken ihn aus Vorsicht nicht.
Danach machen wir eine kleine Wanderung durch die tropische Umgebung – ohne Guide – und genießen das üppige Grün der tropischen Pflanzen. Es bietet sich ein schöner Blick über den See und die harmonisch in die Natur eingebettete Ökosiedlung Las Terrazas. Wir finden heraus, dass man anscheinend auch hätte direkt am See zelten können, aber unser Zelt haben wir bei dieser Reise zuhause gelassen, weil es laut unserer Informationen auf Campingplätzen in der Regel Hütten zu mieten geben sollte. Bei unserer Ankunft hatte man uns hier allerdings gesagt, dass es dort am See keine Übernachtungsmöglichkeit gäbe. Wie auch immer, wir genießen den Tag in der wunderschönen Landschaft, trinken gemütlich Kaffee beim Kiosk am See und finden abends heraus, dass man beim „Café del Aire“, einem sehr einfachen und typisch kubanischen Imbiss, sich sattessen kann an Kroketten mit Ketchup. Hier sitzen und essen auch nur Kubaner solange wir dort sind, entgegen dem Abend zuvor im vegetarischen Ökorestaurant, wo nur Touristen, wohl vornehmlich aus dem Ökohotel, ihr Geld ließen. Plötzlich fängt es an wie aus Eimern zu regnen. Es hört kurz drauf wieder auf, aber wir befürchten schlimmes für unsere Abreise morgen. Wir müssen mit unserem Gepäck ca 3km weit laufen bis zum Eingang des Biosspärenreservats, da wir von dort aus mit einem deutschen Pärchen nach Havanna fahren können. Sie müssten sonst Eintritt zahlen, um in die Siedlung hinein zu fahren. Wir können sie auch nicht mehr erreichen, da sie keine WLAN Verbindung in ihrer Umgebung haben.

Kuba Tagebuch 10.11.2017 Las Terazas/Matanzas