Kuba Tagebuch 6.11.2017 Viñales

Viñales auf eigene Faust

Auf den zweiten Blick stellt sich unsere Unterkunft als nicht so super raus. Die Familie ist nett und das Haus sieht von außen nett aus, wirkt auch im Wohnbereich ganz einladend und hat eine nette Terrasse, aber unser Zimmer hat nur Milchglas zum Wohnzimmer der Wohnung, d.h. wir können von außen zumindest schemenhaft beobachtet werden und nachts wird unser Zimmer mitbeleuchtet, wenn im Wohnbereich unseres Vermieters das Licht brennt. Die Aircondition ist extrem laut, ohne ist es aber extrem stickig, weil die Wände z.T. feucht sind und das Fenster nur in einen Lichtschacht führt. Abends ist es auch nicht ratsam, es zu öffnen, da es Mücken gibt und wir uns kein Denguefieber holen wollen. Für die etwas unruhige Nacht entschädigt jedoch das Frühstück mit Obst, Käsetoast, Flan, Weißbrot und eine Art Zwieback, Guavenmus, Honig, Fruchtsaft, Kaffee und Milch nach Belieben. Wir unterhalten uns ausgiebig mit Melanie, einer Berlinerin, die ebenfalls zu Gast ist. Wir kaufen uns ein Ticket für einen Touristen Bus, der für je 5€ mehrmals täglich die Runde zu den interessantesten Punkten in der Umgebung macht und man nach Belieben ein- und aussteigen kann.

Wir kommen so zum „Mural de Prehistoria“, einem 120m breiten Felsgemälde von González Morillo, mit dem er 1962 Dinosaurier, Meerestiere und Menschen auf dem Felsen verewigt hat. Wir müssen mit dem Tourbus nicht mal den Eintritt von 2CUC zahlen. Die Fahrt führt uns weiter zu einem wunderschönen Ausblick auf die „Mogotes“, mächtige sich aus der Erde erhebende und grün bewachsene Kalkstöcke, die vor Urzeiten ausgewaschen wurden und ein breites Höhlensystem hinterlassen haben.

 

Letzter Stopp ist für uns dann auch eine Höhle, die „Cueva del Indio“, die man mit Ticket sogar ohne Führung besuchen darf, nur die kurze Bootsfahrt ist geführt und endet bei einer Finca, die an den Nationalpark grenzt. Es werden Führungen mit Pferden, Ochsenkarren und zu Fuß angeboten. Man darf auch ungeführt für 5CUC einen kleinen Weg von ca 1,4km machen, was uns aber zu teuer erscheint. Stattdessen genießen wir eine Limonade bei einem Fincahotel. Von insgesamt 5 alkoholfreien Cocktails sind nur die Zutaten für die Zitronenlimonade vorrätig, sicher den Hotelgästen des immerhin 3***Hotels nicht immer leicht zu erklären.
Unser Abendessen nehmen wir heute in unserer Casa ein und es ist sehr reichhaltig und schmeckt gut. Spaghetti mit Tomatensoße, andere Nudeln mit weißer Soße, Salat, Reis mit Gewürzen, Bohnensuppe und Maniok.

Kuba Tagebuch 7. – 8.11.2017 Viñales/Las Terazas