18.5.2018 Denali – Wasilla

Die Nacht im Auto war zwar nicht zu kalt wie befürchtet, aber schon verdammt eng. Stefan schlief auf seinem Sitz, hatte seinen Rucksack unters Lenkrad und seine Füße gelegt, damit er gerader lag und den Sitz soweit wie möglich in Liegeposition gebracht. Ich lag auf der Rückbank, Füße unter seinem Sitz und hatte hinter den Beifahrersitz meinen Rucksack oben gepolstert, sodass ich um die Kurve schlafen konnte. Ich lag also entweder um die Kurve mit gestreckten Beinen, oder auf dem Rücksitz mit angewinkelten. Gut, dass ich nur 1,60m bin! Wenn wir erst mal lagen, ging es einigermaßen, aber wehe, man musste mal raus! Morgens war es draußen noch recht frisch, daher gönnten wir uns nochmals einen Kaffee in der Lodge, nachdem wir schnell ein Müsli und ein Brot gegessen hatten.

Wir fuhren noch einmal in den Nationalpark und wanderten zwei kürzere Trails, wobei ich Stefan mit jedem „hey bear“ Ruf (nachgeahmt vom Rangerfilm) zum Augenverdrehen brachte:). Wir fuhren auch noch einmal zu der Stelle, wo wir am Vortag den Grizzly gesehen hatten, aber sowohl Bär als auch Elche waren nicht mehr zu sehen. Da wir nicht weiter in den Park reinfahren konnten und auch viele Trails entweder zu lang, oder noch zu durchweicht waren, entschlossen wir uns, zurück in den Süden zu fahren und noch einen weiteren Nationalpark zu besuchen, den Kenai Nationalpark. Wir mussten dazu ganz bis nach Anchorage zurück und dann noch weiter in den Süden. An diesem Tag schafften wir es bis Wasilla, einer Stadt kurz vor Anchorage, wo wir nochmals einkauften und dann die Nacht auf einem Parkplatz eines Sportartikelgroßmarkts verbrachten. Ich war an diesem Abend ziemlich angenervt von der Schlafsituation, aber die verfügbaren Unterkünfte in Alaska waren uns einfach zu teuer bzw für das, was sie boten, erschienen sie uns den Preis nicht wert zu sein.

 

19.5.2018 Entlang des Turnagain Arm über den Moose Pass nach Seward